Der Kauz

Hier entstehen Wikipedia-artige Texte über die verschieden Eulenarten.

Der Kauz/das Käuzchen

Der Kauz/das Käuzchen

Der Steinkauz (Athene noctua)

Der Steinkauz ist ausgewachsen etwa 21-23 cm lang. Er ist die bekannteste der 6 kleineren Eulenarten, weil er oft auch tagsüber aktiv ist. Wie alle kleinen Eulenarten fliegt auch der Steinkauz wellenförmig. Seine Schwanzfedern sind kurz und je nach Heimat hat sein Gefieder eine andere Farbe; je weiter im Osten er lebt, desto heller sind seine Federn. Vom Sinai bis Syrien sind die Steinkäuze sehr hell, im Süd-Irak etwas dunkler und in Nord-Afrika sehr dunkel. In Europa wird er zunehmend seltener. Der Steinkauz ruft auch tagsüber. Bei Erregung (z.B. Streit) schreit er miauend "kiu". Der Reviergesang der männlichen Steinkäuze ist gereiht tief, er singt nasal "ghug...", dieser Ruf kann an den Beginn eines Bachvogeltrillern erinnern. Der Bettelruf der jüngeren Steinkäuze klingt heiser "srii". Der Steinkauz sitzt gern auf Pfählen oder anderen erhöhten Warten, er knickst und wiegt den Kopf. Auf der Suche nach Insekten und Regenwürmern hüpft er aufgerichtet umher. Aus dem Flug fängt er gerne Mäuse. Der Steinkauz jagd vorwiegend in der Dämmerung und nachts. Er lebt in offenen Landschaften mit Baumgruppen, lichten Wäldern und Obstpflanzungen, aber auch in Palmenhainen, Halbwüsten und felsigem Gelände.

Steinkäuze bei Eulen-Krieger: Feder, Mireille (warscheinlich ;D)

Steinkauz (http://www.naturschule.com/Monatstier-2006/Juni-06/Steinkauz%20-%20rechts.htm)

Der Sperlingskauz

Der Sperlingskauz (Glaucidium passerinum)

Der Sperlingskauz ist etwa 16-17 cm groß. Er ist die kleinste Eule Europas, noch kleiner als die Zwergohreule, die 19-20 cm groß werden kann. Der Kopf eines Sperlingskauz ist relativ klein und der Gesichtsschleier ist wenig ausgeprägt. Der Sperlingskauz sitzt gerne erhöht, zum Beispiel auf Nadelbaumspitzen. Wenn er auf einer solchen Warte sitzt, schnippt er meist mit dem Schwanz. Der Sperlingskauz kann den Schwanz auch wie ein Zaunkönig hochstellen oder damit seitwärts schlagen. Wie auch der Steinkauz fliegt der Sperlingskauz wellenförmig, erinnernd an einen Specht. Es ist diesem Vogel auch möglich, in einer geraden Linie zu segeln. Der Sperlingskauz jagd wie andere Eulen in der Dämmerung. Auf seinem speiseplan stehen nicht nur Mäuse, sondern auch kleine Vögel. Der Revierruf des Männchens erinnert an einen Dompfaff und wiederholt monoton den Pfiff "djüh..." Das Weibchen ruft sehr fein und hoch "psiih". Der Sperlingskauz lebt in dichten Nadel- und Mischwäldern der Taiga und im Bergland. Er brütet in alten Spechthöhlen.

       

Links: Auf einer Warte (http://www.club300.at/files/2012-03-07_Sperlingskauz_Ochsattel-NOe_WTR3.jpg)

Rechts: In einer Spechthöhle (https://naturfotografen-forum.de/o126518-Sperlingskauz)

Der Rauhfußkauz

Der Rauhfußkauz (Aegolinus funereus)

Der Rauhfußkauz ist mit seinen 24-26 cm der größte der 6 kleinen Eulen der Region. Er ist fast nur nachtaktiv, und das unterscheidet ihn vom Stein- und Sperlingskauz. Dem Steinkauz sieht er übrigens oft sehr ähnlich, aber man kann ihn trotzdem durch seine aufrechtere Haltung vom Steinkauz unterscheiden. außerdem ist sein Gefieder dunkler und brauner als bei den anderen Käuzen, die wir bisher angesprochen haben. Den Namen "Rauhfußkauz" verdankt er warscheinlich seinen Klauen, die dicht befiedert sind. Der Gesichtsausdruck des Rauhfußkauzes ist durch den runden Schleier "freundlicher" als beim Steinkauz mit seiner flachen Stirn und den geraden "Augenbrauen". Durch die angehobenen, breiten und hellen "Brauen"wirkt der Rauhfußkauz leicht "erstaunt-neugierig", was durch den dunklen Rand des hellen Schleiers noch verstärkt wird. Die jungen Rauhfußkäuze sind erst weitgehend schokoladenbraun, dann wird es etwas heller. Der Revierruf des Männchens klingt etwas vibrierend und hohl flötend "hu-hu-". Bei Erregung wird der Ruf zu einem Rollen gesteigert. Sonst ruft der Rauhfußkauz nasal "kjäck" oder "kjuwitt". Er bevorzugt hochstämmigen, mit Laubbäumen durchsetzten Nadelwald. Durch die Verbreitung der Nadelwälder konnte sich der Rauhfußkauz vor allem in Nord- und Osteuropa ausbreiten, in Deutschland kommt er weniger vor. Wie der Sperlingskauz brütet er in alten Spechthöhlen, aber auch in Nistkästen.

     

Links (http://img.fotocommunity.com/Eulen-Greifvoegel/Eulen/Rauhfusskauz-a18463121.jpg)

Rechts (http://www.egeeulen.de/images/rauhfusskauz2.jpg)

Der Waldkauz

Der Waldkauz (Strix aluco)

Der Waldkauz kann 37-39 cm groß werden und hat eine Spannweite von 94-104 cm. Der Waldkauz ist die häufigste mittelgroße Eule Europas. Er ist vorwiegend nachtaktiv und wird nur sehr selten am Tage gesehen. Von der Waldohreule kann man ihn gut an der gedrungenen Gestalt, dem runden Kopf ohne Federohren und den schwarzen Augen zu unterscheiden. Das Gefieder des Waldkauzes ist gunkler und kräftiger gezeichnet als das der Schleiereule. Im Flug erscheint er kurz- und breitflügliger als die Waldohreule oder die Schleiereule. Seine Federn können eine kastanienbraune, graubraune oder weißlichgraue Farbe annehmen. Das Gefieder der jüngeren Waldkäuze ist quer gebändert, Der revierruf des Männchens ist gedegnt heulend mit anschließendem Roller; "huùu...hu-uuuuu". Der Ruf des Weibchens klingt schrill "kuiwitt" und der Bettelruf der Jungvögel klingt zunächst fein "szieh", dann wird er zunehmend zu einem heiseren "kuiwitt". Er lebt vorwiegend in lichten Wäldern und Gehölzen, aber auch in Parls, Gärten, Dörfern und Städten. Der Waldkauz jagd vorwiegend kleine Nagetiere und brütet in Baumhöhlen, Nistkästen, Höhlen und Nieschen, sogar in Häusern. Waldkauzeltern können zur Verteidigung ihrer Jungen auch Menschein angereifen. Man sollte die Jungkäuze daher nicht aus der Nähe betrachten.

  

Rechts (http://www.egeeulen.de/images/eulenarten/waldkauzpaar.jpg)

Links (http://www.google.de/imgres?client=safari&sa=X&rls=en&biw=1031&bih=891&tbm=isch&tbnid=iVF2T2jdngYIxM:&imgrefurl=http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/27611657&docid=17qQzIBqg19FQM&imgurl=http://img.fotocommunity.com/images/Eulen-Greifvoegel/Eulen/Waldkauz-mit-Maus-a27611657.jpg&w=1000&h=666&ei=5bGcUpGzDLLA7Aah64GoAg&zoom=1&iact=hc&vpx=205&vpy=460&dur=534&hovh=171&hovw=258&tx=171&ty=82&page=3&tbnh=135&tbnw=209&start=72&ndsp=37&ved=1t:429,r:91,s:0,i:362)

Der Bartkauz

Der Bartkauz (Strix nebulosa)

Der Bartkauz wird 65-70 cm groß werden (ca. armlang) und seine Spannweite beträgt 134-158cm. Damit ist er eine zimlich große Eulenart, fast so groß wie der Uhu. In Deutschland kommt er nicht vor, eher in Norwegen und Russland. Der Name kommt von den schwarzen Federn unter seinem Schnabel, die wie ein kleiner Bart aussehen. Sein Gefieder ist überwiegend grau oder braun mit einem langen Schwanz. Er hat einen runden Kopf mit relativ kleinen, gelben Augen, die von schwarzen Feder-Ringen umgeben sind. Man kann den Bartkauz an seinem auffälligen Gesicht und an seinem typischen Flug sehr gut von anderen Vögeln unterscheiden. Verglichen mit dem Habichtskauz, dem er etwas ähnlich sieht, hat er noch zwei hellere Felder auf den breiten Flügeln und außerdem noch einen dunklen streifen auf seinen Schwanzfedern. Sein Ruf klingt ähnlich wie der des Waldkauzes, also "huùu...hu-uuuuu" und "kuiwitt", aber etwas dumpfer und tiefer als beim Waldkauz. Der Bartkauz bevorzugt Nadel- und Mischwälder mit einigen freien und offenen Flächen wie Moore oder Felder. Der Bartkauz jagd Nagetiere, aber auch Vögel. er ist nicht ausschließlich nachtaktiv und jagd auch am Tag. Der Bartkauz brütet oft in großen, alten Nestern anderer Vögel.

In der bekannten Krimi-Serie "Mord mit Aussicht" kommt einige Male ein Bartkauz vor, auch wenn er natürlich nicht in der Eiffel lebt.

  

Links (http://img.posterlounge.de/images/wbig/michael-s-quinton-bartkauz-bleibt-nahe-beim-nest-153696.jpg)

Rechts (http://www.wildview.de/wp-content/uploads/2010/03/Bartkauz-1201.jpg)
Der Habichtskauz

Der Habichtskauz (Strix uralensis)

Der Habichtskauz wird fast so groß wie der Bartkauz, nämlich 60-62 cm. Auch seine Spannweite ist der des Bartkauz´zimlich ähnlich, sie beträgt 124-134 cm. Insgesammt hat er im Aussehen vieles mit dem Bartkauz gemeinsam, er unterscheidet sich allerdings von ihm durch die gelbliche Grundfärbung und das etwas andere Gesichtsmuster. Der habichtskauz hat einen ungezeichneten Schleier und keinen dunklen Kinnfleck wie andere Vögel. Der Habichtskauz hat schwarze Augen. Er unterscheidet sich vom viel kleineren Waldkauz natürlich durch seine Größe, aber auch durch seinen längeren, im Flug hängenden Schwanz und die vergleichsweise kleinen Augen. Der Revierruf des Männchens klingt dumpf "hùuh uhuhu..". Der Ruf des Weibchens klingt ähnlich, aber mehr krächzend. Die Warnrufe sind kläffend "wau wau..". Der Habichtkauz lebt in Laub-, Misch- und Nadelwäldern, aber auch in Ortschaften. In Deutschland und auch im sonstigen Osteuropa kommt er nicht vor, dafür aber in Norwegen, Russland aber auch in Kroatien und Griechenland. Er jagd Kleinsäuger bis zur Eichhörnchengröße und Vögel, die nicht größer als ein Haselhuhn sind.

Habichtskauz (http://www.landesmuseum.net/de/kulturvermittlung/individualbesucher/objekt-des-monats/2011/schillerfalter-juni/objekt-des-monats-mai/Habichtskauz_Foto%20Hans%20Hillewaert-627x322.jpg)